Unsere Geschichte beginnt 1856.

Lange Zeit betrieb die Familie Hiedler im Zentrum von Langenlois eine Gerberei. Vor knapp 160 Jahren entdeckte der damals junge Unternehmer und Ledergerber, Josef Hiedler, seine Leidenschaft zum Winzerhandwerk. Der Liebhaber guter Weine gründete bereits 1856 das Gut und führte es gemeinsam mit seiner Gattin Anna. Sie bewirtschafteten Parzellen in den traditionsreichen Lagen Thal und Spiegel und begannen im kleinen Stil Wein zu keltern.

Ludwig und Anna Hiedler.

Auch die nachfolgende Generation investierte in den Betrieb. Hauptberuflich nach wie vor im Lederhandel und der Gerberei tätig, erweiterte Ludwig Hiedler, eines von fünf Kindern, den weinbaulichen Nebenbetrieb um weitere Parzellen bekannter Kamptaler Spitzenlagen. Mit seiner Gattin Anna kaufte er den historischen Keller und Heurigen am Rosenhügel, in dem wir heute noch arbeiten.

50 Jahre nach Gründung, im Jahre 1906, wurde das Weingut in einer Ehrung des Erzherzogtums Österreich unter der Enns erstmals urkundlich erwähnt. Der Name Hiedler wurde zum Garant guter Weine. So begann Ludwig als einer der ersten Langenloiser Winzer mit der Flaschenfüllung.

Dr. Bruno und Hildegard Hiedler.

Dr. Bruno Hiedler war hauptberuflich Arzt und führte den Betrieb sehr erfolgreich in dritter Generation fort. Zusammen mit seiner Frau Hildegard modernisierte er das Weingut und vergrößerte die Rebfläche auf rund 8 Hektar. Hiedler Weine wurden mittlerweile auch schon über Österreichs Grenzen hinaus genossen. Mit einer Pioniers-Entscheidung wurde Bruno zum ersten Winzer, der 1955 die Sorte Weißburgunder im Donauraum auspflanzte. Zu einer Zeit, in der kleine, ertragsärmere Trauben alles andere als 'en vogue' waren. So legte er den Grundstein für die großen Burgunder, mit denen sich sein Sohn Ludwig schon früh einen Namen machte.

Ludwig und María de los Ángeles Hiedler.

1980, in vierter Generation, schlug Ludwig Hiedler schließlich hauptberuflich die Winzerlaufbahn ein. Er stellte mit konsequenten Entscheidungen die Weichen für die Zukunft des Traditionsbetriebes. Gemeinsam mit seiner spanischen Gattin María Ángeles, mit weitsichtigen Investitionen in Keller und Weinberg und mit der Einführung des Etiketts mit der Eule, bescherten sie den Weinen weltweite Aufmerksamkeit. Sie machten das Gut zu einem der höchst bewerteten Leitbetriebe des Kamptals, und damit Österreichs. Mit sieben weiteren Betrieben gründeten sie 1992 die Vereinigung "Österreichsiche Traditionsweingüter", die als Pionier der österreichischen Lagenklassifikation gilt.

Die fünfte Generation.

Der langen Familientradition folgend, hat sich auch in der fünften Generation eine Nachfolge gefunden, um das Lebenswerk in ein neuses Kapitel zu führen. Die beiden Brüder Ludwig jun. und Dietmar haben die neuen Möglichkeiten ihrer Winzergeneration genutzt und sich auf Wanderjahre begeben. Sie sind heimgekehrt mit neuen Perspektiven, neuen Ideen und wertvollen Erfahrungen. Mit Begeisterung. Sie haben bereits begonnen, ihre eigene Geschichte zu schreiben. Langsam fließen das Wissen, die Erfahrung und die Verantwortung in die fähigen Hände der nächsten Generation.

Starke Mannschaft.

Keiner unserer Weine entsteht im Alleingang. Was früher die Familienmitglieder bewältigen konnten, ist in unserer heutigen Größe nicht mehr möglich. Wir haben eine starke Mannschaft um uns versammelt, viele helfende Hände, die alle ihren Teil beitragen. Draußen, bei der Pflege unserer Weinberge und Rebstöcke. Im Weinkeller, wo wir uns mit handwerklicher Sorgfalt um die heranreifenden Weine kümmern. Im Grunde in allen betrieblichen Bereichen, in denen wir auf gegenseitige Unterstützung bauen. Wein machen ist Teamwork!